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Goethe und das Abenteuer Reisen

von GoetheStadtMuseum Ilmenau

Anlässlich des 250. Jahrestages von Goethes Ankunft in Ilmenau zeigte das GoetheStadtMuseum Ilmenau eine beachtenswerte Sonderausstellung. Sie beleuchtete wichtige Reisen in Goethes Leben. Die Reiseanlässe dazu waren vielfältig: Ausbildungs-, Forschungs- und Gelehrtenreisen, Kuraufenthalte, Dienst- und Gefolgschaftsreisen für Herzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach prägten sein Leben. Dies geschah in einer Zeit, da die Straßen meist ungepflastert waren, Wegelagerer Kutschen überfielen und an den zahlreichen Grenzen Deutschlands Zollgebühren anfielen, Gepäckkontrollen und Geldwechsel nötig waren.

In Ilmenau traf Goethe das erste Mal am 3. Mai 1776 ein, nachdem die Straße bei Bücheloh so unterspült war, dass sein Pferd und das des begleitenden Husaren nicht mehr weiterlaufen wollten. Der Brand, nach dem Goethe sehen sollte, war bereits gelöscht. Die veralteten Bergbauanlagen befand er als „traurig“. Die Räuber, die Goethe in Frauenwald fangen sollte, waren über alle Berge, doch über die Gegend sagte der Dichter, dass sie „herrlich, herrlich“ sei.

Der Begleitband zur Sonderausstellung gibt einen Einblick in die Reisepraxis vor 250 Jahren anhand zahlreicher Reisen Goethes. Die 13 Themen der Exposition werden mit jeweils einem treffenden Goethezitat und einer Goethezeichnung verknüpft. Dadurch wird zum einen das universelle Streben von Goethe als Dichter, Zeichner, Staatsmann und Naturforscher veranschaulicht, zum anderen wird auf die Gefährlichkeit seiner Reisen eingegangen. Es waren Abenteuer, von denen er meist nicht wusste, ob er lebend nach Hause zurückkehrte. Eine Fotodokumentation mit Raumeindrücken und einem Potpourri von Einzelobjekten vermittelt ein anschauliches Bild von der authentisch inszenierten Ausstellung. Viele der wertvollen, historischen Exponate, insbesondere die Leihgaben des Thüringer Museums Eisenach, werden in einem solchen Zusammenhang nicht wieder zu sehen sein. Gestaltung und Druck des Kataloges ermöglichten Fördermittel des Freistaates Thüringen, Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Dadurch war es möglich, dem spannenden Thema mehr Nachhaltigkeit zu verleihen und die Inhalte der Ausstellung über die Finissage hinaus verfügbar zu halten.

Der Begleitband zur Ausstellung ist über die Museumsverwaltung der Stadt Ilmenau erhältlich.


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