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Mori Ōgai und Goethe
Der japanische Militärarzt und Dichter Mori Ōgai (1862-1922), der sich intensiv mit dem geistigen und kulturellen Leben Europas beschäftigte, studierte zwischen 1884 und 1888 in Berlin, Dresden, Leipzig und München Hygiene und Heeressanitärwesen. Erinnerungstafeln in Berlin und im Leipziger Raum erinnern an seine dortigen Aufenthalte. Bei einem Besuch im Leipziger Auerbachs Keller am 27. Dezember 1887 entschloss er sich zur Übersetzung des „Faust“ ins Japanische, sie erschien 1913.
In Auerbachs Keller ist seit 2009 ein Rundbogenbild mit der Szene von Mori Ōgais damaligem Restaurantbesuch zu sehen, die der Maler Volker Pohlenz geschaffen hat. Dessen beide zu Goethe und einer „Faust“-Szene ebenfalls für Auerbachs Keller gemalten Bilder waren der Grund, Volker Pohlenz 2025 zum Ehrenmitglied der Leipziger Goethe-Gesellschaft zu ernennen.
Im Haus „Goldene Sonne“ des Grimmaer Ortsteils Nerchau verbrachte Mori Ōgai die Tage vom 28. bis 31. August 1885. Zu Goethes diesjährigem Geburtstag lädt der Freundeskreis Mori Ōgai alle Freunde Goethes und Mori Ōgais nach Nerchau ein. Im Rahmen eines Festprogramms am 29. August 2026 wird ein Wandgemälde von Volker Pohlenz zur Erinnerung an den japanischen Gast enthüllt und eine Gedenkstätte im Haus eingeweiht.





