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Kit Armstrong – Liszt, Goethe und das Urgestein Granit

von Damian Zingg

Das Museum Sasso San Gottardo, in dem sich die einzige Dauerausstellung über Goethe in der Schweiz befindet, veranstaltete am 31. August einen Sonderevent zu Goethes Gotthardreisen: Michael Schwyter spielte Goethes Sekretär Ludwig Geist, der ihn zum Sankt Gotthard begleitet. Der Schauspieler hauchte seiner Goethe-Puppe so viel Leben ein, dass man den Dichterfürsten leibhaftig im Raum wähnte.

Anschliessend spielte der weltbekannte Pianist Kit Armstrong vor ausverkauften Rängen in der stimmungsvollen Kristallkaverne des Museums Werke von Franz Liszt. Der Klaviervirtuose und Komponist bereiste einst den Gotthard auf Goethes Spuren, genauso wie dieser von Hospental am nördlichen Fuße des Passes aufsteigend und dorthin zurückkehrend, ohne den Gebirgsübergang südwärts zu überqueren.

Beim Konzert standen Liszts Vertonungen von Goethes Werken im Vordergrund – etwa „Mignons Lied“, welches wiederum von Goethes eigener Gottharderfahrung inspiriert ist.
Und nicht zuletzt hätte der Geheimrat sicher seine Freude daran gehabt, Liszts „Festmarsch zu Goethes Jubiläumsfeier“ in der Kristallkaverne des Museums zu erleben: Tief drinnen im Gotthard, 200 Meter unter Tage, mitten in Goethes „Urgestein Granit“, wo die wuchtigen Klänge die ausgezeichnete Akustik der Kaverne vollumfänglich zur Geltung kommen ließen.


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